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Oberliga OL-West Herforder EV Ice Dragons schlagen Neuwied deutlich – Preuße trifft zum Abschied doppelt!

Ice Dragons schlagen Neuwied deutlich – Preuße trifft zum Abschied doppelt!
Herforder EVRegionalliga-West. Es dauerte, bis die Ice Dragons Ihren Gegner endlich im Griff hatten. 42 Minuten lang mußten die gut 500 Zuschauer in der Eishalle „Im kleinen Felde“ zittern, dann zogen die Gastgeber Ihren Gästen aus Neuwied davon. Bis dahin sahen alle ein enges, spannendes Spiel, das jederzeit hätte kippen können. 

Die ersten vier Minuten konnten als Abtastphase abgehakt, beide Teams wollten Fehler vermeiden, versuchten dem Gegner ihr Spiel aufzuzwingen. In der 4. Minute ging es dann Schlag auf Schlag. Nach einem tollen Paß von Josh Piro zog der pfeilschnelle Neuzugang Lauris Ziemins den Gegnern auf und davon, umkurvte Marc Stromberg im Neuwieder Tor, schob die Scheibe aber an den Pfosten. Der Gegenzug der Gäste war nicht minder gefährlich. Einen Knallharten Schlagschuß von links konnte Lars Morawitz nur mit Mühe in die Mitte abwehren, das Tor war frei und Stephan Petry hatte das 0:1 auf dem Schläger. Doch wie aus dem nichts fischte Morawitz dessen Schuß noch mit einem Hechtsprung raus und hielt das Unentschieden. In der 6. Minute dann das 1:0 für die Hausherren.

Kai Domula, der erneut ein bärenstarkes Spiel machte, fing einen Paß ab, schickte Josh Piro steil und der verzögerte vor Stromberg erst geschickt um ihm die Scheibe dann cool durch die Beine zu schieben. Doch die Gäste hielten dagegen. Auf Vorlage von Stephan Petry war es Willi Hamann, der in der 8. Minute aus kurzer Distanz die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen hämmerte. Es ging nun hin und her, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Und das zahlte sich aus. Nach Vorarbeit von Florian Kiel hämmerte Gordon Nickel aufs Tor, Stromberg ließ nach vorne abprallen, Josh Piro nahm die Scheibe auf bewegte sich einen Meter nach links und überlupfte den Goalie zum 2:1. Es lief die elfte Minute. Kurze Zeit später durfte dann mit Dennis Stroeks ein Neuwieder Spieler duschen gehen. Nachdem er 2 Minuten wegen Checks von hinten bekam, fing er an zu meckern und kassierte eine 10-Minütige Disziplinarstrafe. Da er sich auch auf der Strafbank nicht beruhigen wollte, zog Schiedsrichter Naust die Konsequenzen und schickte ihn mit einer zweiten „Zehner“, die gleichzeitig eine Spieldauer bedeutete, duschen. In der anschließenden Überzahl jubelten wieder die Gastgeber. Nach Vorlage von Ricardo Göldner war es Lucas Klein, der in der 13. Minute aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhte. Jens Hergt, der Trainer der Bären, reagierte. Er nahm erst eine Auszeit, wechselte dann Goalie Marc Stromberg gegen Alexander Rodens aus. Und Rodens machte seine Sache im ersten Drittel gut. Diverse Male rette er für sein Team. Da auch Lars Morawitz im Herforder Tor sich keine Blöße mehr gab, ging es mit 3:1 in die erste Pause.

Das zweiten Drittel fing rasant an. In der 22. Minute spielte Robertino Lehmann Martin Koristka an der blaien Linie an, der aus vollem Lauf mit einem sehenswerten Schlagschuß in den Winkel zum 3:2 verkürzte. Die Bären machten nun Druck, es ergaben sich für den HEV allerdings auch viele Räume zum kontern. Einen dieser Konter, eingeleitet durch Gordon Nickel, nutzte Jan-Niklas Linnenbrügger in der 30. Minute. Er lief alleine auf Rodens zu, und schlenzte die Scheibe unhaltbar über die Stockhand links oben in den Winkel. Dieser Treffer schien die Bären geschockt zu haben, sie wurden defensiver, das Spiel verlor an Tempo und die Ice Dragons verwalteten den Vorsprung, so dass es mit dem 3:1 zum 2. Mal in die Kabine ging.

Das letzte Drittel hatte es dann in sich. Nur 42 Sekunden waren gespielt, da waren die Bären wieder ran. In Überzahl kam die Scheibe über Kai Schmitz und Willi Hamann zu Stephan Petry und der Neuwieder Torjäger erzielte das 4:3 aus kurzer Distanz. Die Zuschauer hatten das Gefühl, das Spiel könne kippen, die Anfeuerung wurde lauter, das Stadion verwandelte sich langsam aber sicher wieder in den bekannten Hexenkessel. Und das zeigte Wirkung! Die Ice Dragons schalteten einen Gang hoch! In der 43. Minute kombinierten sich Lauris Ziemins und Josh Piro über das ganze Spielfeld bis sie auf einmal beide frei vor dem Tor standen, Piro wurde von einem anstürmenden Neuwieder von den Beinen geholt. Die Scheibe ging zwar mitsamt Verteidiger ins Tor, doch Schiri Naust hatte bereits auf Penalty entschieden. Piro lief an, täuschte einmal links an und verwandelte eiskalt und trocken rechts halbhoch über die Kelle von Rodens, es stand 5:3. Die Gäste schienen nun geschockt, die Ice Dragons wollten mehr. Immer wieder kombinierten sie sich ins gegnerische Drittel. So auch in der 48. Minute, als Jan-Niklas Linnenbrügger 2 Gegner aussteigen ließ die Scheibe hinter seinem Rücken auf die Kelle von Patrick Preuße legte und der mit einem fulminanten Schlagschuß auf 6:3 erhöhte. Keine 40 Sekunden später klingelte es wieder. Nach Vorlage von Slava Koop, war Nils Bohle zur Stelle und erhöhte auf 7:3. Die Gäste wirkten nun Konfus, nur noch darauf bedacht, irgendwie Torchancen zu verhindern. Zu groß war der Druck der Gastgeber. In der 53. Minute dann war es Patrick Preuße, der auf Vorlage von Lukas Derksen mit seinem 2. Treffer den 8:3 Endstand perfekt machte. Damit beschenkte er sich nochmal selbst in seinem vorerst letzten Spiel auf Herforder Eis, sein Studienplatz in Hamburg läßt aus Zeitgründen derzeit keine weiteren Spiele zu. Und er bekam, auch nach dem Spiel, von den Herforder Fans eine gebührende Verabschiedung!

Tore:

1:0 Piro/Domula (05:02); 1:1 Hamann/Petry (07:22); 2:1 Piro/Nickel/Kiel (10:49);

3:1 Klein/Göldner (12:25) PP1; 3:2 Koristka/Lehmann (21:54); 4:2 Linnenbrügger/Nickel (29:11);

4:3 Petry/Hamann/Schmitz (40:42) PP1; 5:3 Piro (42:05) Penalty; 6:3 Preuße/Linnenbrügger (47:13);

7:3 Bohle/Koop (47:50); 8:3 Preuße/Derksen (52:15)

Strafen:
Herford 12

Neuwied 16 + 2*10 (Koristka/Stroeks) + Spieldauer (Stroeks)

Herford spielte in folgender Aufstellung:

Morawitz, Lamers – Koop, Reim, Derksen, Kiel, Domula, Brinkmann – Preuße, Ziemins, Piro, Nasebandt, Linnenbrügger, Göldner, Bohle, Nickel, Klein

eishockey.net / PM Herforder EV




 
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