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Kolumne Sechs mit Gummi Oberliga West 2010/2011 – Ein Ausblick

Oberliga West 2010/2011 – Ein Ausblick PDF Drucken E-Mail
Sechs mit Gummi
kolumne_75x75Sechs mit Gummi die eishockey.net-Kolumne. Nun steht am kommenden Wochenende der Start der Liga an, die wir uns hier im Westen schon immer gewünscht haben. (Alle Spiele im eishockey.net Live-Ticker) Aufgrund der räumlichen Nähe der Clubs dürfte in den Stadien auch zahlreicher Gästebesuch zu erwarten sein. Lediglich Hamm und Bad Nauheim sind schwierig mit der S-Bahn Rhein/Ruhr zu erreichen.
och zunächst einen herzlichen Dank an die Verantwortlichen in Dortmund, Herne und Bad Nauheim, die die Rückkehr und den „Abstieg“ in die obere Regionalliga doch relativ klaglos hingenommen haben.

Ein Negativbeispiel haben wir in dieser Saison leider auch zur Kenntnis nehmen müssen und ich denke, daß uns zum Glück dieser Club erspart geblieben ist, obwohl die Sollstärke von 10 Mannschaften nicht am Start ist.

Leider gab es auch schwierige Vorbereitungen aufgrund mangelhafter Eishallen. Einerseits musste andernorts Eis angemietet werden (Dortmund, Essen, Neuss, Bad Nauheim), andererseits mussten teilweise selbst Mittel zur Verbesserung der Hallensituation aufgebracht werden (Dortmund). Diese Mittel stehen dann dem Mannschaftskadern nicht zur Verfügung. Trotz eines langen Sommers können Neuss, Essen und Bad Nauheim am ersten Punktspielwochenende nicht in ihren Eistempeln spielen. Insofern ist die Geburt der Oberliga West eine schwierige, die sich Viele sicherlich leichter vorgestellt hätten.

Unter diesen Voraussetzungen ist die Kaffeesatzleserei natürlich besonders schwierig und es lässt sich vortrefflich über Ansichten streiten.

Die Favoriten:

1.) RT Bad Nauheim
Der Kader blieb größtenteils zusammen, u.a. konnte man die 2 Topscorer der Oberliga, Landon Gare und Kyle Piwowarczyk, trotz Angeboten anderer Vereine halten. Die notwendige Reduzierung um eine Ausländerstelle wurde durch das Comeback des 33-jährigen Oliver Bernhardt, 10 Jahre DEL in Iserlohn, kompensiert, der Abgang von Heiko Vogler wurde mit Patrick Gruber mehr als wett gemacht , Gruber hat in Weißwasser 2. Liga gespielt und in der U18 und U21 von Österreich gestanden, er wird den Roten Teufeln gut helfen, als Stay at home - Defender.

Ganz wichtig: Im Tor steht mit Markus Keller einer der besten Oberliga-Torhüter der letzten Saison, zudem mit Korff der letztjährige Lions-Backup auf der Bank. Hinzu kommt noch Glatzel, ein 17-jähriger Jugendnationalspieler als Nr. 3.
Was nicht passieren darf:

Das die Fans die neue Liga nicht annehmen, wäre schon problematisch, da Nauheim traditionell Spitz auf Knopf kalkuliert. Spannend wird es, wann die Teufel tatsächlich wieder auf das eigene Eis können.

2.) EV Duisburg
Der Duisburger Kader zeichnet sich vor allem durch die Tiefe aus. Selbst die dritte Reihe würde bei anderen Vereinen die erste Geige spielen. Mindestens drei Reihen besitzen absolutes Scoringpotential. Bei den vier Torhütern ist ein 22-jähriger der Routinier. Bleibt zu wünschen, daß sich die Torhüter ein wenig mehr auf die Abwehr verlassen können als im letzten Jahr. Das Duisburger Publikum ist mit Geduld in Torhüterfragen nicht gerade gesegnet.

Was nicht passieren darf:
Ein gleicher Schlendrian wie in der vergangenen Saison darf sich nicht einschleichen. Teilweise völlig unnötige Niederlagen und mangelndes Dagegenhalten in den Finalspielen müssen der Vergangenheit angehören.

Der Kampf um Platz 4

3.) EHC Dortmund
Die Fluktuation des Kaders war schon enorm, doch ist es Frank Gentges immer wieder gelungen ein richtiges Team zu formen. Wie immer wird das Dortmunder Team ein hart Arbeitendes sein, das sicherlich wieder von vielen Experten unterschätzt wird. Auf jeden Fall hat sich Gentges wieder die Typen geholt, die in sein System passen. Auch wenn die Vorbereitung nicht in heimatlichen Gefilden stattfand, so kann dennoch davon ausgegangen werden, daß die Elche das vielleicht fitteste Team darstellen.

Was nicht passieren darf:
Untergang auf eigenem Eis gegen die Ruhrpott-Konkurrenz, denn dann wird es im Carport noch zugiger.

4.) Moskitos Essen
Auch die Mücken haben sich nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht. Das Erfolgsgespann an der Bande wurde durch Pasanen ausgetauscht, warum auch immer. Viele verdiente Spieler mussten gehen, warum auch immer. Kontinuität sieht anders aus. Die Vorbereitung und der Saisonanfang auf fremden Eis lässt eigentlich keine richtige Euphorie nach dem Meistertitel entfachen. Zudem kommen hausgemachte Probleme hinter den Kulissen, die nur peu à peu ans Tageslicht gelangen. Es sieht nach der typischen Essener Unruhe im Umfeld aus. Nur wenn diese Unruhe nicht nur beruhigt werden kann, können sich die Mücken über dem Strich halten.

Was nicht passieren darf:
Ausfall des ersten Torhüters und Bestätigung einiger Gerüchte.

5.) Herner EV
Der Herner EV ist ein durch und durch solide aufgestellte Team mit Spielern, die sich kennen. Zum einen hat das Herner Publikum ihre Aufstiegshelden zurück, garniert mit dem „verlorenen Sohn“, zum anderen spielten viele Spieler in der Vergangenen Saison in Ratingen mit dem jetzigen Trainer. Gerade die Solidität durch fast alle Reihen und die Erfahrung der Spieler kann für die Top-Teams ein Stolperstein werden. Wenn die Herner im Kampf nicht nachlassen, muss der Schritt über den Strich keine Utopie bleiben.

Was nicht passieren darf:
Herne darf keinesfalls punktemäßig den Anschluss an Platz 4 verlieren. Ein gelungener Saisonstart, wobei der 2. Spieltag schon zur Standortbestimmung dienen kann, wäre von Vorteil.

6.) Lippe-Hockey Hamm
Der Abgang von Stammtorwart Stefan Kornewald dürfte durch Benjamin Vogt mehr als kompensiert sein. Ansonsten bringen die Young Stars schon geballte Erfahrung auf das Eis. Wie auch im vergangenen Jahr, könnten die Hammer schon ein Stolperstein für den einen oder anderen Mitbewerber (Duisburg?) darstellen. Zuversichtlich dürfte die Verantwortlichen auch stimmen, daß der Angstgegner nicht mehr für die Oberliga West gemeldet hat.

Was nicht passieren darf:
Die Spielerdecke ist im oberen Bereich doch recht dünn besetzt. Verletzungen könnten frühzeitig eine bessere Platzierung verhindern.

Der Krampf um das Mittelmaß

7.) Ratinger Ice Aliens
Die Außerirdischen haben einen nahezu komplett umgekrempelten Kader. Das macht aber nichts, haben doch fast alle Neuzugänge schon das System Panek in der Vergangenheit kennengelernt. Auch die Spieler kennen sich meist von vorherigen Stationen. Eine Reihenbildung könnte sich deshalb schon wie von selbst ergeben. Sorgen bereitet mir die doch recht junge Abwehr mit einem Torhüter Schmitt dahinter, der nicht immer die Ruhe ausstrahlt, die eine junge Abwehr bräuchte. Der zweite Torhüter (Bastian Jakob) pflegt einen ganz anderen Stil und braucht sich in keiner Weise hinter Torsten Schmitt verstecken. Ein fast gleichwertiges Paar. Insgesamt eine junge Mannschaft mit ein paar Recken, die die Jungen führen müssen. Die Personaldecke ist in der Breite recht dünn aufgestellt. Das ist sicherlich dem kargen Budget geschuldet.

Was nicht passieren darf:
Das die dritte Reihe so viele Treffer kassiert, daß die ersten beiden Reihen das nicht mehr kompensieren können. Außerdem darf sich der Sommer in Ratingen nicht fortsetzen.

Der Kampf um die „Rote Laterne“

8.) Neusser EV
Keine einfache Vorbereitung ohne heimatliches Eis. Das erste Heimspiel musste zudem noch verschoben werden. Eigentlich keine guten Voraussetzungen. Dennoch wieder ein Kader mit einer Mischung aus Alt und Jung, die die Linksrheinischen zu einem sehr unbequemen Gegner machen können, zumal dann, wenn Dennis Kohl wieder einmal einer seiner berühmt berüchtigten Sahnetage erwischt.

Was nicht passieren darf:
Frühzeitige Bestätigung der Voraussetzungen. Boris Fuchs darf nicht älter werden.

9.) Königsborner JEC
Oje, das wird für Unna eine schwere Saison. Wenn man dem einen oder anderem Team ein Bein stellen könnte, wäre das schon toll. Für die heimischen Zuschauer wird Geduld angesagt sein gegen deutlich besser aufgestellte Teams. Keine Frage. Unna ist der krasseste Außenseiter, in deren Rolle man sich allerdings wohl fühlen kann.

Was nicht passieren darf:
Auch nur irgendeine Erwartungshaltung zu fördern. Hoffentlich machen das die Anhänger der Bulldoggen mit.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn am Ende der Saison alle Teams platziert sind und somit ein Anfang für die Etablierung dieser Liga geschaffen wird. Diese Liga ist zumindest von den Namen her attraktiv und sollte schon Werbung für den unseren schnellen Sport sein und niemanden abschrecken, die Sollstärke in der folgenden Saison zu erreichen.

Für eishockey.net: Jürgen Windeck

Unser Kolumnist Jürgen Windeck freut sich über spannende Diskussionen im Forum: Link




 


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