| Alles eine Frage des Charakters |
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FASS Berlin – Wild Boys Chemnitz 3:2 n. P. (1:1 0:0 1:1 - 1:0) Tore: 0:1 (01:59) Stiegler (Schenkel, Dvorak) PP1, 1:1 (05:33) Hecker (Harloff), 1:2 (46:55) Rentzsch (Löffler, Geier) PP1, 2:2 (58:27) Kuch (Kruggel, Aicher) PP1, 3:2 (60:00) Hecker GWS PIM: FASS: 17 + SpD (Pietsch) Check v. hinten - 2/29/6, ERVC: 6 - 0/4/2 Am Sonntag geriet das Pokalspiel bei den Rostock Piranhas (1:4), in dem Kapitän Lucien Aicher seine 300. Partie für den FASS bestritt, dann zwischendurch fast zur Nebensache. Der Grund dafür waren mehrere Entscheidungen des HSR Winnekens, die mit großen Strafen gegen die Akademiker zusammenhingen. Aber zunächst zum Spielverlauf. Beide Teams spielten von Beginn an auf hohen Niveau und es entwickelte sich bereits in den ersten zehn Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. Die Rostocker gingen dann nach einer schönen Kombination in der 12. Min in Führung. Peter Sponholz schloss einen Bilderbuch-Konter, dem ein Scheibenverlust im Piranha-Drittel vorangegangen war, erfolgreich ab. Danach zeigte sich dann in Ansätzen, was sich über den Rest der Partie hinziehen sollte. Beide Mannschaften blieben engagiert und mit dem dementsprechenden Körpereinsatz im Spiel, bestraft wurde zunächst aber nur FASS. HSR Winnekens verpasste Lucien Aicher eine Disziplinarstrafe. Vorangegangen waren mehrere Stockschläge eines Gegenspielers, die nicht geahndet wurden. In der 16. Min musste dann Phillipp Labuhn auf die Strafbank, weil er mit seinem Stock einen Gegenspieler getroffen hatte, in der 17. Jan-Hendrik Seelisch, der ein allzu eifriges Nachstochern durch einen Rostocker bei FASS-Goalie Sebastian Albrecht auf seine ihm eigene Art klärte. Die Konsequenz aus diesen beiden Strafen war das 2:0 durch Jens Stramkowski, der nach einem Abpraller Sebastian Albrecht überwinden konnte. Dass die Spieler die Strafen bekamen, ist dabei nicht das Problem. Es wird nur dann zu einem, wenn zwei Teams das Selbe machen, aber nur eines die Konsequenzen zu spüren bekommt. Rumid Masche konnte in der 27. Min auf 3:1 verkürzen. Die Piranhas verlegten sich danach aufs Konterspiel und die Akademiker bestimmten fortan durch hohes Tempo die Partie. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigten sich die Spieler von FASS mit der Ungleichbehandlung durch den HSR mehr als unzufrieden. Es kam immer wieder zu Aktionen der Rostocker, die ungeahndet blieben. Reklamationen brachten zu dieser Zeit nichts außer einer Bankstrafe (34.), die durch Benjamin Hecker abgesessen wurde. Und als HSR Winnekens in der 37. Min wieder ein Rostocker Foul ungeahndet lies und auf Bully entschied, war es vorbei mit der Selbstbeherrschung. Am härtesten traf es dabei Benjamin Hecker, mit insgesamt 55 Strafminuten (2 x 10 gleich automatische Spieldauerdisziplinarstrafe, zusätzlich eine Matchstrafe) wegen Reklamierens belegt wurde. Auslöser war diese Situation im FASS-Drittel in der 37. Min, als Jari Pietsch nach einem ungeahndeten Bandenchecks vom Rostocker Ralf Herbst verletzt liegen blieb und er noch nicht mal abpfiff, nachdem die Piranhas ihren Angriff abbrachen. Mehrere Wortwechsel führten dann zur Verhängung dieser Strafen, deren Wortlaut, so wie er im Zusatzbericht festgehalten wurde, vom Betroffenen, also Benjamin Hecker, auf das Energischste bestritten wird. Außerdem bekam Daniel Kruggel, zeitgleich mit Benjamin Hecker eine Disziplinarstrafe, ebenfalls Reklamieren vermerkt. Nach einer längeren Unterbrechung wurde dann auch wieder Eishockey gespielt. Die fünfminütige Unterzahl konnten die Weddinger schadlos überstehen und waren danach das spielbestimmende Team, Rostock blieb beim Kontern oder zog ein Icing vor. Die Chancen konnten die Weddinger nicht mehr verwandeln, hier zeigte dann Tobias John nicht nur einmal seine Klasse. Und kurz vor Ende kam dann noch, was kommen musste: Ralf Herbst konnte bei einem Angriff des F.A.S.S. die Scheibe abfangen und genau auf Karol Bartanus passen. Der ließ sich dann in der 59. Min die Chance nicht entgehen und setzte den Schlusspunkt zum 4:1 für die Piranhas. Mit Unverständnis reagierte auch Mannschaftsleiter Peter Wagenfeldt: „Wir spielen hier gut mit, begehen Fouls und bekommen die Strafen. Das geht in Ordnung. Warum aber bekommt ein Rostocker Spieler für das gleiche Foul nicht auch eine Strafe Mit dieser Haltung, vor allem im ersten Drittel, bringt uns der Schiedsrichter aus dem Spiel und die Spieler gegen sich auf.“ Der Trainer sah das Spiel ähnlich: „Der Rostocker Sieg geht in Ordnung, wenn man bedenkt, wie lange wir einen Spieler weniger auf dem Eis oder der Bank hatten. Letztlich musste ich ständig die Reihen umstellen, um uns im Spiel zu halten. Und wenn ich den Schiedsrichter frage, ob ein Spieler eine Disziplinarstrafe oder eine kleine Strafe bekommen hat, um darauf taktisch zu reagieren, er aber nicht bereit ist mit mir zu reden und wir dafür mit zwei Minuten noch zusätzlich bestraft werden, dann frage ich mich, was das soll. Wir haben in Rostock sehr gut mitgespielt, die Jungs rufen auch ihr Können ab, waren bei 5 gegen 5 schneller als die Piranhas, haben genug Chancen und anschließend fährst du mit leeren Händen nach Hause.“ Einig waren sich jedoch beide, dass das letzte Tor der Gastgeber unnötig war und die ganze Angelegenheit für den kommenden Mittwoch ungleich schwerer macht. Denn aufgegeben hat sich für dieses Spiel keiner, nur sind jetzt mindestens drei Tore aufzuholen. Rostock Piranhas - FASS Berlin 4:1 (2:0 1:1 1:0) Tore: 1:0 (11:33) Sponholz (Stramkowski, Dreischer), 2:0 (16:51) Stramkowski (Bartanus, Koubenski) PP2 , 3:0 (22:37) Stratmann (Nighbert, Trevena-Brown) PP1, 3:1 (26:43) Masche (Leers), 4:1 (58:45) Bartanus (Herbst) PIM: Rostock: 8 - 2/2/4, FASS: 12 + je 10 (Aicher, Kruggel) wegen Reklamieren + 2 x 10 (Hecker, damit autom. SpD) + MS (Hecker) wegen Reklamieren - 18/69/0 eishockey.net / PM FASS Berlin
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