| Umstrittene Entscheidung sorgt für Penaltysieg der Tornados |
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Erste Chancen auf beiden Seiten waren sichere Beute der beiden gut aufgelegten Goalies Tim Schnelle und Nationalkeeperin Yvonne Schröder. Da die Gäste im ersten Drittel mehr als nur einmal die Strafbank besuchen durften hatten die Chemnitzer erneut viele Überzahlmöglichkeiten. Doch erst in der 16.Minute gab es die Riesenchance welche den Chemnitzern den Torschrei auf die Lippen trieb. Doch der Pfosten rettete für die Tornados. In der Schlussphase des Drittels brachte eine doppelte Überzahl für Chemnitz die Erlösung in Form des 1:0. Die Scheibe lief gut und brachte Ales Dvorak in Schussposition, der Kapitän zögerte nicht lange und knallte den Puck mit einem Blueliner in die Maschen. Im zweiten Drittel versuchten der Schiedsrichter die Strafzeiten auszugleichen und schickte nun die Chemnitzer öfter in die Kühlbox. Die Tornados stellten sich Überzahl aber nicht wesentlich besser als die Wild Boys an, so dass es weiterhin bei der knappen 1:0 Führung blieb. Mitte des Drittels dann erneut doppelte Überzahl für Chemnitz und Hoffnung das es wie schon in Abschnitt eins erfolgreich enden könnte. Allerdings fehlte diesmal das nötige Glück. Das Spiel lebte nun eindeutig von der Spannung und ein 2:0 hätte durchaus eine Vorentscheidung bedeuten können. Da dies nicht fiel ging es mit 1:0 in die zweite Pause. Im Schlussdrittel wogte das Spiel zunächst hin und her und kein Team konnte die gegnerischen Goalies überwinden. Da sich Chemnitz nun auf eine Kontertaktik verlegte, besaß Niesky jetzt sogar kleine Vorteile. Immer wieder der bange Blick zur Uhr, doch die Zeit war wie fest genagelt. Und so kam es wie es kommen musste. Vier Minuten vor Schluss landete ein abgefälschter Schuss von Jankovych im Kasten von Tim Schnelle. Ein Tor was den Gästen plötzlich Oberwasser bescherte und sie dem Siegtreffer sehr nahe kamen. Doch mit Glück und Geschick retteten sich die Wild Boys in Penaltyschießen. Dabei mussten die Chemnitzer vorlegen und begannen mit Ales Dvorak, doch sein halbherziger Versuch war leichte Beute für Yvonne Schröder. Auf der anderen Seite machte es Jankovych besser und brachte Niesky in Front. Nun war es an Kevin Geier der es mit seinem üblichem Trick versuchte, aber die Torhüterin ließ sich nicht beirren und langsam wurde es eng für Chemnitz. Schon der nächste Tornado konnte alles klar machen. Diesmal war Tim Schnelle aber auf dem Posten und gewann gegen Greulich. Nun lag die ganze Last auf dem nächsten Chemnitzer. Dabei schenkte Mannix Wolf sein Vertrauen dem Youngster Michael Stiegler, der sich mit einem Knaller unter die Latte bedankte und Chemnitz im Rennen hielt. Jetzt war es am Nieskyer Spielertrainer Jens Schwabe: er lief an und Tim Schnelle hatte die Scheibe. Was nun kam schockte alle Chemnitzer. Der Schiedsrichter zeigte auf technisches Tor. Heiße Debatten nach dem Spiel entbrannten. Bei der Abwehraktion verschob sich das Tor von Schnelle ehe die Scheibe überhaupt in die Nähe des Tores kommen konnte - da sie sich ja bei Tim Schnelle befand. Doch dank eines Spiels Crimmitschau – Weißwasser, wo es eine viel strittigere Entscheidung gab, legte der DEB folgende Regelung fest: Sollte der Torhüter ab Freigabe des Pucks das Torgehäuse verschieben, wird dem gegnerischen Team ein Tor zugesprochen. Das gilt auch für den Fall, dass der Torhüter das Torgehäuse bei einer Abwehraktion verschiebt. Der Schiedsrichter muss dabei nicht prüfen, ob beim Torhüter Absicht vorlag oder nicht. Im Fall des Torverschiebens, durch den Torhüter, ist also grundsätzlich auf zugesprochenes Tor zu entscheiden. Hat jedoch der Strafschuss das Tor verfehlt (hat der Puck die verlängerte Torlinie bereits überschritten) gilt der Strafschuss als beendet. Ab diesem Moment führt das Verschieben des Torgehäuses durch den Torhüter nicht zu einem zugesprochenen Tor. Somit dürfte der Schiedsrichter also im Recht sein, wobei Diskussionen am Ende eh nichts bringen, da es die Wild Boys wie auch Niesky verpassten in der regulären Spielzeit alles klar zu machen. Nun geht es am nächsten Wochenende zu zwei Spielen nach Berlin, wobei u.a. das Duell der Enttäuschten (Preussen – Wild Boys) auf dem Plan steht. Wer in der Partie den Ungar Tamas Pilcsik vermisst hatte, dem sei mitgeteilt, das der Verein dem Wunsch von Tamas nachgekommen ist, mit Wirkung vom 01.01.10 nicht mehr für die Wild Boys zu spielen. Tamas begründet seinen Entschluss damit, dass er sich nicht in der Lage sieht dem spielerischen Niveau in der Regionalliga Ost zu entsprechen. Vorstand und Trainer Mannix Wolf bedauern seine Entscheidung und wünschen Ihm für seinen weiteren sportlichen und beruflichen Werdegang alles Gute. Wild Boys Chemnitz Tor: Schnelle, Letzsch Verteidigung: Schenkel, Dvorak, Kohlstrunk, Fischer, Seidl, Nicolai,D., Rutsatz Sturm: Rentzsch, Maaßen, Michel, Engler, Uhlig, Sosa, Geier, Stiegler, Hofmann, Nicolai,E. eishockey.net / PM Chemnitz Nützliche Links zur Regionalliga-Ost 2009/10
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